Wenn Kinder ausbleiben
Von Infertilität oder Sterilität wird gesprochen, wenn in einer Ehe bzw. Partnerschaft trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne kontrazeptionellen Schutz nach 2 Jahren keine Schwangerschaft eingetreten ist. Immer mehr Paare sind ungewollt kinderlos (in Österreich rund 14 % der Paare).
Häufig werden bei beiden Partnern Einschränkungen der Fortpflanzungfähigkeit gefunden: es ist davon auszugehen, dass bei etwa 40 % der Paare Fertilitätsstörungen
sowohl bei der Frau als auch beim Mann vorliegen.
Schulmedizinische Abklärung
Der erste Schritt ist die schulmedizinische Abklärung:
Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit, Bestimmung des Hormonstatus, Nachweis des Eisprungs, Ausschluss von hormonellen Störungen, Beurteilung der Samenqualität.
Je nach Befund kommen Traditionellen Chinesische Medizin (TCM), Insemination, In-vitro-Fertilisation (IVF), oder Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) zur Anwendung.
Möglichkeiten der TCM
Der Einfluss durch Therapie mit Akupunktur und chin. Kräuter setzt auf mehreren Ebenen an:
> Die Funktion der Ovarien wird verbessert und die Qualtität der Eizellen steigt
> Die Hormone werden reguliert und es bilden sich bei hormoneller Stimulation eine grössere Anzahl von Eibläschen
> Die Durchblutung der Gebärmutter wird erhöht, die Dicke der Uterusschleimhaut steigt an
> Die PatientIn ist entspannter und ausgeglichener
> Kontraktionen der Gebärmutter wird vorgebeugt
> Weniger Nebenwirkung der Medikamente i. R. der IVF
> Stärkung des Immunsystems
> Verbesserung der Samenqualität
> Verminderung des Fehlgeburtsrisikos
Kombination von TCM und Schulmedizin
Das Gebiet der Kinderwunschbehandlung ist ein Paradebeispiel von gewinnbringender Zusammenarbeit von High-Tech-Medizin mit der TCM.
Diesbezüglich arbeite ich mit dem Institut WOMED in Innsbruck zusammen.
Alleinige Therapie mit der TCM (Akupunktur und/oder chin. Kräuterheilkunde):
> bei Paaren ohne feststellbare Ursache der Infertilität
> junge Frauen,leichtgradige Hindernisse: leicht erniedrigte Spermienzahl, unregelmässige Ovulation, milde Endometriose, leichte Hormondysbalance
TCM und Insemination:
> bei ausbleibender Schwangerschaft nach 3-monatiger alleiniger TCM-Therapie bei jungen Frauen und leichtgradigen Hindernissen
> mehrere erfolglose Versuche mit IVF oder ICSI
TCM und IVF bzw. ICSI:
> Kombination von kleineren Hindernissen oder undiagnostizierbare Faktoren
> ältere Frauen, kleine Hindernisse
> lange bestehende Infertilität
IVF bzw. ICSI:
grosse Hindernisse: Tubenverschluss, sehr wenig Spermien
Ein neuer Weg
Die hormonelle Stimulation im Rahmen der Therapie mit IVF bzw. ICSI stellt für die meisten Frauen eine enorme physische Belastung dar. Auch hegen wir den Verdacht, dass dadurch die Qualität der gewonnenen Eizellen leidet.
Aus diesem Grund gehen wir immer öfters einen neuen Weg:
Die Patientin wird einige Zeit mit der TCM (Akupunktur und chin. Kräuter) behandelt.
Im infragekommenden Zyklus wird zum idealen Zeitpunkt die Eizelle abpunktiert, im Reagenzglas befruchtet und einige Tage später in die Gebärmutter rücktransferiert.
Dieses Vorgehen ist für die Patienten wesentlich weniger belastend als IVF mit Hormonstimulation und es scheinen auch bei Patientinnen, die schlechte Eizellen- und Embryonenqualität aufweisen, noch Schwangerschaften möglich zu sein.